Wenn die Tage länger werden und der Frühling Einzug hält, beginnt die Saison für ein oft unterschätztes Gemüse: Rhabarber. Mit seinem fruchtig-sauren Geschmack und seiner knalligen Farbe ist er nicht nur ein kulinarisches Highlight – Rhabarber bringt auch eine Reihe gesundheitlicher Vorteile mit sich. In diesem Beitrag erfährst du, warum Rhabarber ein echtes Superfood im Frühling ist – und worauf du achten solltest.


Was ist Rhabarber eigentlich?

Obwohl er oft wie Obst verwendet wird (z. B. im Kompott oder Kuchen), gehört Rhabarber botanisch gesehen zum Gemüse. Genutzt werden die fleischigen Blattstiele – die Blätter selbst sind ungenießbar und giftig, da sie große Mengen Oxalsäure enthalten.


Nährstoffe im Rhabarber: Wenig Kalorien, viele Mikronährstoffe

Rhabarber ist extrem kalorienarm – nur etwa 15 Kalorien pro 100 g – und dabei reich an wertvollen Inhaltsstoffen:

  • Vitamin C: Unterstützt das Immunsystem und wirkt antioxidativ.
  • Kalium: Reguliert den Wasserhaushalt und hilft bei der Blutdruckkontrolle.
  • Kalzium: Wichtig für gesunde Knochen und Zähne.
  • Ballaststoffe: Fördern die Verdauung und ein gesundes Darmmilieu.
  • Polyphenole: Pflanzliche Schutzstoffe mit entzündungshemmender Wirkung.

Gesundheitliche Wirkungen im Überblick

1. Fördert die Verdauung

Rhabarber enthält viel Faserstoff und wirkt leicht abführend. Er kann bei Verstopfung helfen und die Darmbewegung anregen – dabei jedoch immer in Maßen genießen.

2. Entzündungshemmend und antioxidativ

Die enthaltenen Polyphenole und Vitamin C unterstützen den Körper bei der Bekämpfung freier Radikale und wirken entzündungshemmend – ein Pluspunkt für Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

3. Blutreinigend und harntreibend

Rhabarber wirkt leicht entwässernd, was die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten fördert. Diese Wirkung wurde traditionell genutzt, um den Körper im Frühling zu „entschlacken“.


Wichtiger Hinweis: Oxalsäure

Rhabarber enthält Oxalsäure, die in hohen Mengen schädlich für Menschen mit Nierenproblemen, Gicht oder Eisenmangel sein kann. Die Säure bindet Mineralstoffe wie Kalzium und kann Nierensteine fördern.

Tipps zum Umgang mit Oxalsäure:

  • Nicht roh essen! Beim Kochen reduziert sich der Oxalsäuregehalt.
  • Mit kalziumreichen Lebensmitteln kombinieren (z. B. Mandelmus, Haferdrink mit Kalzium) – das neutralisiert die Säure teilweise.
  • Nur die Stiele verwenden, niemals die Blätter.
  • Saison beachten: Spätestens ab Ende Juni (Johannistag) sollte Rhabarber nicht mehr geerntet werden – da steigt der Oxalsäuregehalt an.

Ein gesunder Frühlingsgenuss – mit Maß und Ziel

Rhabarber ist ein wahres Frühlingskraftpaket: kalorienarm, nährstoffreich und voller gesundheitlicher Vorteile. In Maßen genossen, vor allem gekocht und kombiniert mit anderen Lebensmitteln, kann Rhabarber zu einer ausgewogenen, pflanzenbasierten Ernährung beitragen. Ob im Kompott, Crumble, Salat oder sogar herzhaften Gerichten – es lohnt sich, kreativ zu werden!

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